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Sonntag, 18. März 2012
ustrarisa: Berlin - Linstow
ustrarisa, 12:09h
Der zweite wirklich schöne Tag in diesem Jahr und schon ist er wieder vorbei! Berlin liegt 167 km entfernt hinter mir für ein Wochenende lang.
Ich tausche seit einem Jahr von Wochenende zu Woche mein Leben, von Provinz zur Großstadt. Ich kann mich nie entscheiden, wo es eigentlich besser ist, denn beides hat große Vorzüge.
Ich hab so viele Baustellen, ich könnte eigentlich meine vorgeplante Lebenszeit drei Mal leben, wenn ich alles verwirklichen will.
Neben mir nießt kreischend ein Vorruheständler und ich erschrecke wie immer, werde wütend und kann es doch nicht ändern!
Vor der Terrassentür steht sabbernd ein schwarzes Tier und versucht einen Blick in das Innere Des Zimmers zu erlangen. Auch er hat das Nießen nicht überhören können. Er wedelt mit dem Schwanz und hofft, dass ihn jemand aus seinem Stand des Hofhundes befreit. Ich jedenfalls heute nicht! In mir würmeln viele leckere Spaghettis mit einer zu guten Champignonsahnesoße, natürlich von mir kreiert! Ein gutes Mittel, um sämtliche Diäten zu vergessen.
Der superfette Kater Flummi, der scheinbar von nur Sahne lebt, steht kreischend vor der Tür und will sich sicherlich neben mich leben, um mir in meine Nase zu furzen. Abends legt er sich weich und flauschig und sehr shcwer neben mich, hebt leicht den geringelten Waschbärenschwanz und entlässt einen furchtbaren Gestank. Nur meine abendliche Bequemlichkeit hält mich davon ab, jedes Mal überstürzt den warmen Couchplatz zu verlassen. Dabei schaut er mich so gleichgültig wie möglich an. Manchmal muss er dann gehen, unsanft, mit einem Tritt. Beleidigt und mit dem hintern wackelnd zieht er von dannen, um sich beim Vorruheständler zu beschweren, der ihn herzlich gern tröstet. Dieser Gute steht ja auch anchts auf, um dem armen Kater Futter zu verschaffen, obwohl er Jahre zuvor Katzen nur vom Wegggehen mochte.
"Eine Katze kommt mir nicht ins Haus!" Das zur Konsequenz!
Morgen, ja morgen werden ich weiter an SUSI MEIER schreiben. Einen Auszug habe ich am 17.März veröffentlicht, den Beginn einer wahren Erzählung.
18.03.2003
Heute, Sonntag und überall Licht, Licht Licht! Wie Gott wohl das im Frühling meinte:"Es werde Licht!" und es ward Licht. Jedenfalls kommt es mir so vor!
Mein Traum war jeden falls auch sehr lichtdurchflutet, aber erschreckend.
Ich befand mich in einer sehr hellen Stadt, in einer Art Schule. Um mich herum lauter bildschöne junge Mädchen, so, als hätte man ein Casting für eine Miss-Wahl oder Supermodel veranstaltet hätte. Mein eigenes Alter war eher undefinierbar, aber ich saß zwischen zwei schönen jungen Mädchen, meinen eigenen Töchtern und war dennoch nicht ihre Mutter. Es war anscheinend eine Schule für eine Art ausbildung, in der man sich versammelt hatte.
Alle waren neu hinzugekommen in dieses Gebäude. Eine schaltete den überdimensionalen Fernseher an und die Nachrichten liefen. Plötzlich eine Zwischenmeldung!
Eine gepflegte Enddreißigerin mit blondem, streng nach hinten gebundenem Haar und energischem Blick verkündete, dass dieses Land nun schon erobert sei. Es gäbe zu viele Menschen auf dem Planeten und nun kämen sie, um das zu ändern. Die Population sollte auf 5% der jetzigen Bevölkerung reduziert werden. Alle erstarrten bei dieser Aussage, aber keiner zweifelte daran. Man wusste nicht, wo diejenigen waren, die das verwirklichen sollten und wollten und langsam griff eine leise Panik um sich. Ich selbst konnte es nicht fassen und überlegte, wie ich mich vor der Ausrottung schützen sollte. Ich beschaffte mir eine Flasche mit einer giftigen Substanz, mit der ich mich vor einem eventuellen persönlichen Angriff wehren könnte. Aber ich zweifelte trotz meines Vorhabens daran, dies auch wirklich umsetzen zu können. Auf einem großen Marktplatz versammelt, im gleißendem ,standen sie alle, die jungen Mädchen in heller Kleidung und ich mitten darunter. Wir wurden umzingelt von den "Anderen"und in Blocks aufgeteilt. Keiner wagte unverständlicherweise einen Widerspruch, aber ein leises Klagen verspürte man um sich herum. Es hüllte einen förmlich wie in ein zartes Spinnennetz ein, lähmend, und das Ensetzen schwoll fast greifbar an. Meine Töchter, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten vom Aussehen, fingen auf einmal an mehrstimmig zu singen und ich versuchte mitzusingen. Leider kannte ich nicht die gesamte Melodie und es klang ziemlich merkwürdig. Die beiden drehten sich um und mein kleinste und dritte Tochter meinte, die bislang noch nicht zu sehen war, ob ich das nicht lieber lassen wolle. Ich verstummte ein wenig beleidigt und verzweifelt. Aber sie zogen die Aufmerksamkeit dieser neuen, leisen und dennoch unabwehrbaren Obrigkeit auf sich. Die Selektion war schon bei uns angekommen.
"Nehmt den Zettel!" "B" stand darauf, nichts weiter. Man wurde abgeführt wie eine Herde Schafe, aber in militärischer Manier. Ich sah staunend zu, wie Kolonnen von Menschen in verschiedene Richtungen geführt wurden, willenlos und ruhig. Der Grad des Unheimlichen stieg weiter an. Auf riesigen Bildschirmen wurde schon entvölkerte Städte dargestellt. Öde Stadtlandschaften mit langen Straßenfluren, völlig menschenleer, war zu sehen. Es hatte nichts Schönes an sich, es war einfach nur bedrohlich. Niemanden war klar, warum man dies zeigte, vielleicht lag darin ein Zynismus der Eroberer um eine begründete Zesetzung des Widerstandes von vornherein zu gewährleisten. Alles sollte so friedlich wie möglich ablaufen, zum Schutz der Erde. Man hatte das einzusehen!
Auf einmal wurden meine Töchter und ich zur Seite gedrängt und in eine ganz andere Laufrichtung gezwungen. Jemand sagte uns, dass wir davon kommen würden. Man hätte sich entschieden, dass Unterhaltung in der "Neuen Welt" vonnöten wäre. Eine Erleichterung erfasste uns, aber angesichts der vielen Menschen, mit denen wir verbunden waren, war das nur ein schales Vergnügen, davongekommen zu sein. Da die eigene Sorge um das Leben vorbei war, war ich voller Angst um die anderen Menschen, die ich liebte. Ein Teil der Familie war gerettet, aber was war mit den anderen?
Ich konnte aber nichts machen, ich schaute nur zu und die Verwzeiflung sprang mich an wie ein wildes, nicht zu bezwingendes Tier. Ich fing an zu weinen und hoffte, dass dies nur ein Traum sei. Doch es sah nicht so aus.
In einer extra für die neue Zeit angelegten Stadt waren wiederum riesige Bildschirme aufgestellt und man konnte den Exekutionen leibhaftig zuschauen, damit man sich bewusst war, kein eigenbestimmtes Leben mehr führen zu können. Man sollte dem Doktrin angepasst funktioneren und wollte man das nicht, würde einem das gleiche Schicksal ereilen, wie den verlorenen Menschen auf den Bildschirmen.
Man sah auf einmal einen sehr hohen Bootssteg, nur eine Bauart davon, obwohl kein Wasser in der Nähe war. Auf diesen wurden die Mädchen geführt. Bei dieser Welt handelte es sich vornehmlich nur um Frauen, es waren kaum Männer zu sehen, aber sie waren da. Sie mussten in schwindelnder Höhe bis zu einem Riesenrad laufen, in dieses einsteigen. Es war aber kein gewöhnliches Riesenrad, die Kabinen hingen nicht an dem Stahlgerüst, sie waren starr vebunden und gaben bei einer Drehbewegung nicht nach. Das führte unweigerlich dazu, dass bei Kreisbewegungen alle herausfielen, die nicht mehr unten beim Einsteigen waren. Das war der eigentliche Zweck der Aktion. Sie sollten alle in den Tod stürzen. Die Mädchen weinten auf dem Laufsteg, denn man konnte gar nicht umhin, die Stürze zu sehen. Man sah ihnen die Angst an und es nützte ihnen nichts, sie mussten einsteigen und sie taten es. Sie drehten sich flehentlich um und versuchten die Treibenden zu bitten, sie nicht einsteigen zu lassen. Man lächelte, aber stieß sie weiter nach vorn.
Damit war der Traum glücklicherweise beendet. Holocaust der Moderne!!!! Schrecklich!
Ich habe gerade mal wieder den Film "Der Pianist" gesehen, daher wahrscheinlich die Umdeutung im Traum!
Ich tausche seit einem Jahr von Wochenende zu Woche mein Leben, von Provinz zur Großstadt. Ich kann mich nie entscheiden, wo es eigentlich besser ist, denn beides hat große Vorzüge.
Ich hab so viele Baustellen, ich könnte eigentlich meine vorgeplante Lebenszeit drei Mal leben, wenn ich alles verwirklichen will.
Neben mir nießt kreischend ein Vorruheständler und ich erschrecke wie immer, werde wütend und kann es doch nicht ändern!
Vor der Terrassentür steht sabbernd ein schwarzes Tier und versucht einen Blick in das Innere Des Zimmers zu erlangen. Auch er hat das Nießen nicht überhören können. Er wedelt mit dem Schwanz und hofft, dass ihn jemand aus seinem Stand des Hofhundes befreit. Ich jedenfalls heute nicht! In mir würmeln viele leckere Spaghettis mit einer zu guten Champignonsahnesoße, natürlich von mir kreiert! Ein gutes Mittel, um sämtliche Diäten zu vergessen.
Der superfette Kater Flummi, der scheinbar von nur Sahne lebt, steht kreischend vor der Tür und will sich sicherlich neben mich leben, um mir in meine Nase zu furzen. Abends legt er sich weich und flauschig und sehr shcwer neben mich, hebt leicht den geringelten Waschbärenschwanz und entlässt einen furchtbaren Gestank. Nur meine abendliche Bequemlichkeit hält mich davon ab, jedes Mal überstürzt den warmen Couchplatz zu verlassen. Dabei schaut er mich so gleichgültig wie möglich an. Manchmal muss er dann gehen, unsanft, mit einem Tritt. Beleidigt und mit dem hintern wackelnd zieht er von dannen, um sich beim Vorruheständler zu beschweren, der ihn herzlich gern tröstet. Dieser Gute steht ja auch anchts auf, um dem armen Kater Futter zu verschaffen, obwohl er Jahre zuvor Katzen nur vom Wegggehen mochte.
"Eine Katze kommt mir nicht ins Haus!" Das zur Konsequenz!
Morgen, ja morgen werden ich weiter an SUSI MEIER schreiben. Einen Auszug habe ich am 17.März veröffentlicht, den Beginn einer wahren Erzählung.
18.03.2003
Heute, Sonntag und überall Licht, Licht Licht! Wie Gott wohl das im Frühling meinte:"Es werde Licht!" und es ward Licht. Jedenfalls kommt es mir so vor!
Mein Traum war jeden falls auch sehr lichtdurchflutet, aber erschreckend.
Ich befand mich in einer sehr hellen Stadt, in einer Art Schule. Um mich herum lauter bildschöne junge Mädchen, so, als hätte man ein Casting für eine Miss-Wahl oder Supermodel veranstaltet hätte. Mein eigenes Alter war eher undefinierbar, aber ich saß zwischen zwei schönen jungen Mädchen, meinen eigenen Töchtern und war dennoch nicht ihre Mutter. Es war anscheinend eine Schule für eine Art ausbildung, in der man sich versammelt hatte.
Alle waren neu hinzugekommen in dieses Gebäude. Eine schaltete den überdimensionalen Fernseher an und die Nachrichten liefen. Plötzlich eine Zwischenmeldung!
Eine gepflegte Enddreißigerin mit blondem, streng nach hinten gebundenem Haar und energischem Blick verkündete, dass dieses Land nun schon erobert sei. Es gäbe zu viele Menschen auf dem Planeten und nun kämen sie, um das zu ändern. Die Population sollte auf 5% der jetzigen Bevölkerung reduziert werden. Alle erstarrten bei dieser Aussage, aber keiner zweifelte daran. Man wusste nicht, wo diejenigen waren, die das verwirklichen sollten und wollten und langsam griff eine leise Panik um sich. Ich selbst konnte es nicht fassen und überlegte, wie ich mich vor der Ausrottung schützen sollte. Ich beschaffte mir eine Flasche mit einer giftigen Substanz, mit der ich mich vor einem eventuellen persönlichen Angriff wehren könnte. Aber ich zweifelte trotz meines Vorhabens daran, dies auch wirklich umsetzen zu können. Auf einem großen Marktplatz versammelt, im gleißendem ,standen sie alle, die jungen Mädchen in heller Kleidung und ich mitten darunter. Wir wurden umzingelt von den "Anderen"und in Blocks aufgeteilt. Keiner wagte unverständlicherweise einen Widerspruch, aber ein leises Klagen verspürte man um sich herum. Es hüllte einen förmlich wie in ein zartes Spinnennetz ein, lähmend, und das Ensetzen schwoll fast greifbar an. Meine Töchter, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten vom Aussehen, fingen auf einmal an mehrstimmig zu singen und ich versuchte mitzusingen. Leider kannte ich nicht die gesamte Melodie und es klang ziemlich merkwürdig. Die beiden drehten sich um und mein kleinste und dritte Tochter meinte, die bislang noch nicht zu sehen war, ob ich das nicht lieber lassen wolle. Ich verstummte ein wenig beleidigt und verzweifelt. Aber sie zogen die Aufmerksamkeit dieser neuen, leisen und dennoch unabwehrbaren Obrigkeit auf sich. Die Selektion war schon bei uns angekommen.
"Nehmt den Zettel!" "B" stand darauf, nichts weiter. Man wurde abgeführt wie eine Herde Schafe, aber in militärischer Manier. Ich sah staunend zu, wie Kolonnen von Menschen in verschiedene Richtungen geführt wurden, willenlos und ruhig. Der Grad des Unheimlichen stieg weiter an. Auf riesigen Bildschirmen wurde schon entvölkerte Städte dargestellt. Öde Stadtlandschaften mit langen Straßenfluren, völlig menschenleer, war zu sehen. Es hatte nichts Schönes an sich, es war einfach nur bedrohlich. Niemanden war klar, warum man dies zeigte, vielleicht lag darin ein Zynismus der Eroberer um eine begründete Zesetzung des Widerstandes von vornherein zu gewährleisten. Alles sollte so friedlich wie möglich ablaufen, zum Schutz der Erde. Man hatte das einzusehen!
Auf einmal wurden meine Töchter und ich zur Seite gedrängt und in eine ganz andere Laufrichtung gezwungen. Jemand sagte uns, dass wir davon kommen würden. Man hätte sich entschieden, dass Unterhaltung in der "Neuen Welt" vonnöten wäre. Eine Erleichterung erfasste uns, aber angesichts der vielen Menschen, mit denen wir verbunden waren, war das nur ein schales Vergnügen, davongekommen zu sein. Da die eigene Sorge um das Leben vorbei war, war ich voller Angst um die anderen Menschen, die ich liebte. Ein Teil der Familie war gerettet, aber was war mit den anderen?
Ich konnte aber nichts machen, ich schaute nur zu und die Verwzeiflung sprang mich an wie ein wildes, nicht zu bezwingendes Tier. Ich fing an zu weinen und hoffte, dass dies nur ein Traum sei. Doch es sah nicht so aus.
In einer extra für die neue Zeit angelegten Stadt waren wiederum riesige Bildschirme aufgestellt und man konnte den Exekutionen leibhaftig zuschauen, damit man sich bewusst war, kein eigenbestimmtes Leben mehr führen zu können. Man sollte dem Doktrin angepasst funktioneren und wollte man das nicht, würde einem das gleiche Schicksal ereilen, wie den verlorenen Menschen auf den Bildschirmen.
Man sah auf einmal einen sehr hohen Bootssteg, nur eine Bauart davon, obwohl kein Wasser in der Nähe war. Auf diesen wurden die Mädchen geführt. Bei dieser Welt handelte es sich vornehmlich nur um Frauen, es waren kaum Männer zu sehen, aber sie waren da. Sie mussten in schwindelnder Höhe bis zu einem Riesenrad laufen, in dieses einsteigen. Es war aber kein gewöhnliches Riesenrad, die Kabinen hingen nicht an dem Stahlgerüst, sie waren starr vebunden und gaben bei einer Drehbewegung nicht nach. Das führte unweigerlich dazu, dass bei Kreisbewegungen alle herausfielen, die nicht mehr unten beim Einsteigen waren. Das war der eigentliche Zweck der Aktion. Sie sollten alle in den Tod stürzen. Die Mädchen weinten auf dem Laufsteg, denn man konnte gar nicht umhin, die Stürze zu sehen. Man sah ihnen die Angst an und es nützte ihnen nichts, sie mussten einsteigen und sie taten es. Sie drehten sich flehentlich um und versuchten die Treibenden zu bitten, sie nicht einsteigen zu lassen. Man lächelte, aber stieß sie weiter nach vorn.
Damit war der Traum glücklicherweise beendet. Holocaust der Moderne!!!! Schrecklich!
Ich habe gerade mal wieder den Film "Der Pianist" gesehen, daher wahrscheinlich die Umdeutung im Traum!
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